SEVAR
Anlagentechnik GmbH
Hardeckstrasse 3
76185 Karlsruhe
Tel. 0721 / 50 01-0


Diese Nachbarschaft von Trocknungsanlage und Vergärungsanlage war beabsichtigt:
- Mit der Wärme aus den Abgasen der installierten BHKW-Gasmotoren der Vergärungsanlage wird der mechanisch vorentwässerte Klärschlamm der nebenan liegenden Kläranlage auf 90% TS getrocknet.
Zwei weitere Kläranlagen in der näheren Umgebung nutzen ebenfalls diese Möglichkeit.
Ingesamt werden mit einem Bandtrockner der SEVAR Anlagentechnik GmbH, Karlsruhe, jährlich 7'500 t Klärschlamm mit ca. 25% TS auf 90% TS getrocknet.
Das mit ca. 2'300 t/a anfallende Trockengranulat wird in einem nur 20 km entfernten Zementwerk als Ersatzbrennstoff eingesetzt und energetisch/stofflich verwertet.
Vorteile für alle im Verbund Beteiligten
Durch diesen Nachbarschaftsverbund haben alle Beteiligten einen wirtschaftlichen Vorteil:
Die Kläranlagen vermeiden hohe Frachtkosten bei gleichzeitigen marktüblichen Entsorgungskosten,
die Vergärungsanlage nutzt die im BHKW anfallende Abwärme und erhält damit
neben den Zuzahlungen für die Klärschlammtrocknung und -verwertung höhere Erlöse für
den mit dem BHKW produzierten und ins Netz eingespeisten Strom. Das Zementwerk setzt statt
teurer fossiler Brennstoffe das Klärschlamm-Trockengut ein, der mineralische Anteil des
Klärschlamms wird im produzierten Klinker eingebunden. Schliesslich wird durch den Einsatz
des Klärschlamm-Trockenguts im Zementwerk weniger zuzätzliches CO2 ausgestossen
und damit ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz geleistet.
Technik der Abwärmenutzung und Abgasführung
Die aus den beiden Gasmotoren des BHKW der Vergärungsanlage kommenden 450 Grad Celsius
heissen Abgase werden nach Reinigung mittels eines Oxidations-Katalysators in die
Abgasmischkammer des SEVAR-Bandtrockners geführt und mit vorgewärmter Luft vermischt.
Die Weiterleitung dieser auf 300 Grad temperierten Luft in die vierte Kammer des Trockners
ergibt schliesslich eine Prozessluft für den Durchlauf durch den Trockner von 100 bis 140 Grad.
Temperatur und Wärmezufuhr im Trockner werden
durch Sensoren automatisch geregelt. Die feuchte, auf 70 Grad abgekühlte Luft, wird am
anderen Ende des Trockners abgezogen und über einen Nasswäscher geführt. In der Luft
enthaltene Brüden und Ammoniak werden ausgewaschen und die weiter abgekühlte Luft in
einen Biofilter geführt. Dort werden noch enthaltene Geruchsstoffe gebunden. Das Abwas-
ser aus dem Wäscher geht in den Einlauf der benachbarten Kläranlage.